Der Mohrenkopf hat seine Arbeit gethan, der Negerkuss kann gehen.
…wie Friedrich Schiller in »Die Verschwörung des Fiesco zu Genua«[1] vielleicht geschrieben hätte, wäre er nur online gewesen.
Dann hätte er unter Umständen mitbekommen, dass die niederländische Firma Buys[2] hat ihre »Negerzoenen« politisch korrekt nun letztens in »Buys Zoenen«[3] umbenannt hat. Ok, nicht gerade eine Meisterleistung und hätte man wohl auch schon mal einige Jahre früher drauf kommen können – erfreut sich doch der Begriff »Neger«[4] keiner übermäßigen Popularität. »Schokokuss«[5] geht ja auch, will man nicht langwierig eine Marke aufbauen.
Jetzt haben aber die ausgefuchsten Marketingstrategen der kleinen belgischen Süßwarenklitsche »chocochoque«[6] (spricht man das »Schokoschock« aus?) dies als freigewordene Marktlücke auf dem niederländischen Markt identifiziert und füllen dieses »Vakuum« ab dem 12. April in den Verkaufregalen mit ihrer Variante des Schokokusses namens »Nikkepikken«.
Was dann so beworben wird:

»Pikken« bedeutet wohl soviel wie »herumstochern« und nun kann sich jeder selber einen Reim darauf machen. Aber einem Sprecher der Firma[7] zufolge beziehe sich die Bezeichnung nicht auf das männliche Geschlechtsteil («…dat met de naam niet op het mannelijk geslachtsdeel gedoeld wordt«).
Nee, is klaa!
Via buxx.blog[8]
Links zum Thema
- [«] »Die Verschwörung des Fiesco zu Genua« Dritter Aufzug, Vierter Auftritt (ganz unten)
- [«] Buys Schokokuss-Homepage
- [«] »Buys Zoenen« Zoenen-zoenen-zoenen!
- [«] »Neger« wird beim Wikipedia erklärt
- [«] »Schokokuss« wird auch beim Wikipedia erklärt
- [«] »chocochoque« Nikkepikken
- [«] Sprecher der Firma sacht, was Sache ist
- [«] buxx.blog Nikkepikken
