Shopify your life

Scott Lake, Tobias Lütke und Justin Palmer firmieren unter dem Namen JadedPixel[1] und sind angetreten, den elektronischen Handel umzukrempeln.
Mit Shopify[2] (gerade im BETA-Stadium) bieten sie eine Online-Shop-Plattform für jedermann an. Einfach und barrierefrei soll es sein. Und Web2.0 sowieso. Programmiert in Ruby On Rails und schwer verajaxt bieten die zentral gehosteten Shops alles, was das kleine Krämerherz begehrt. Zumindest für Länder Kanada und USA in denen das Projekt zunächst anläuft. Zusätzlich zur Produktverwaltung, Bestellabwicklung und Kreditkartenanbindung kann der Betreiber noch ein Blog an seinen Shop klemmen, um in umfassender Gründlichkeit seine Produkte abzufeiern. Leider nur mit rudimentären Formatierungen, bisher ist nicht einmal die Einbindung von Bildern möglich.

Zur Individualisierung kann der eVerticker ein Design («Theme«) für seinen Shop aussuchen (wobei zur Zeit wohl nur »Dropify« mehrere Artikelbilder bei den Produkten anzeigen kann) oder sich natürlich selber etwas zusammenschrauben. Mit Hilfe des Shop-Layout-Simulators Vision[3] sollte das auch recht zügig gehen, sofern man mit dem Thema an sich vertraut ist.

be_products.pngbe_navigation.png

Das Backend macht einen aufgräumten Eindruck und durch die Integration von AJAX sind die Antwortzeiten erfreulich kurz. Dadurch hält sich auch die Einarbeitungszeit in Grenzen, wobei der kontextsensitive »Edit«-Reiter doch einen ziemlich friemeligen Eindruck macht (aber man ist froh, wenn man ihn überhaupt erstmal entdeckt hat).
Neben der US-lastigen Variante ist auch eine Internationalisierte geplant und einige Einstellungen sind nun schon möglich (Alternativwährung zu Dollar, metrisches System), werden aber auch gerne mal im Frontend ignoriert. Andere Zahlungsmöglichkeiten außer PayPal und Kreditkarte gibt es noch nicht, wären aber (zumindest für den deutschen Markt) eine echte Bereicherung.
Die Struktur wird im Navigations-/Linkmanager verwaltet. Dort werden hauptsächlich die Hauptmenüpunkte festgelegt und verwaltet, Untermenüpunkte sind nicht möglich.

fe_homepage.thumbnail1.pngfe_productpage.png

Kohle raus

Ganz umsonst ist ein Shop bei Shopify natürlich nicht. 3,75% des Umsatzes gehen an die Betreiber – dafür ist aber Einrichtung (self service) und Hosting kostenfrei. Allerdings kommen für den Verkäufer dann noch die Gebühren für die gewählte Zahlungsmethode dazu.

Fazit

Es knirscht noch ein wenig an einigen Ecken des Systems und Ruby schützt auch nicht vor fiese Bugs[4], aber grundsätzlich macht alles einen recht ordentlichen Eindruck. Wird die Lokalisierung, mit den Eigenheiten der jeweiligen Märkte, weiter vorangetrieben und die Auswahl der (bisher leider etwas bescheidenen) Themes erweitert, ist Shopify bestimmt für viele eine gute Alternative zu den traditionelleren Kleiner-Shop-Lösungen.

Und Shopify hat »den Spirit« (also Spirit2.0 quasi).

Hier[5] noch (für kurze Zeit) dem Geschmacksberater sein Geschäft.

Links zum Thema

  1. [«] JadedPixel Homepage
  2. [«] Shopify Homepage
  3. [«] Vision Template offline betrachten
  4. [«] fiese Bugs gibts auch auf Schienen
  5. [«] Hier gibt es ganz nützliche Dinge
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