Die Sonne scheint: Transparency Deutschland VS Moni

Der Drops ist gelutscht und Geschichte findet sich in den alten Medien wieder. TI-D hält die Füße still und läßt Moni nun in Ruhe. Oder sie überlegen es sich noch anders, was allerdings recht unwahrscheinlich scheint: Süddeutsche Zeitung[1]
Andererseits wird noch auf gute Umgangsformen Wert gelegt: ÜBLE NACHREDE[2] – und ist auf fruchtbaren Boden gefallen[3].

Und wer lernt was aus der Geschichte?

Firmen/Organisationen

  1. Erst fragen, dann schießen
    Wenn einen etwas stört, vielleicht vorher erstmal auf dem kurzen Dienstweg nachfragen, ob sich da nicht etwas machen läßt. Denn fragen kostet nichts, nicht mal das Image. Im Normalfall sollte der Autor weder blöde noch beratungsresitent sein. Wenn es sich nicht auf diesem Wege regeln läßt und berechtigte Ansprüche bestehen, dann kann man immer noch den Anwalt konsultieren. Macht man es vorher, stehen die Chancen wohl nicht schlecht, dass er zu den ihm zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln rät. Denn wenn mein einziges Werkzeug ein Hammer ist, dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Und von irgendwas muß er ja auch leben.
  2. David gegen Goliath
    Weiter scheint es nicht gerade helle zu sein, jemand viel Schwächeren anzugreifen (hier: alleinerziehende Mutter eines autistischen Kindes) – zumindest nicht, wenn der Schwächere seine Not publizieren kann. Das weckt unmittelbar den Beschützerinstinkt der Masse. Oder warum wohl gibt es beispielsweise keine Werbespots, in denen knopfäugigen Hundewelpen Prügel angedroht werden? Genau, das tut man einfach nicht. Ist unhöflich und zeugt von niederer Geisteshaltung.
  3. Wenn gar nix weiter hilft
    Trotzdem nix gelernt? Gerade einen dieser neumodischen »Blogger« abgemahnt? Die Meute hetzt Dich nun quer durch die Suchmaschinencaches? Die alten Medien sind auch drauf angesprungen? Dann hilft nur, was immer hilft wenn die PR-Karre mal mächtig im Schmodder steckt: Totstellen – und wenn keiner guckt, langsam wegkriechen.

Journalisten

  1. Aufpassen
    Subjektiv gefärbte Artikel fallen nun schneller auf und müssten u.U. korrigiert werden, siehe hier[4]. Das wäre ja irgendwie peinlich.
  2. Nicht immer rumstänkern
    Das Rumgestänkere gegen Blogs macht Euch nicht direkt zu besseren Menschen. Und im Zweifel seid Ihr die Gelackmeierten.

Blogger

  1. Da geht noch was
    Na, das war ja was und da könnte noch einiges gehen.
  2. Urheberrecht
    Anwaltsschreiben fehlt es an Schöpfungshöhe und dürfen, ohne Nennung des betreffenden Anwalts, in vollem Umfang zitiert werden.
  3. Wenn das Thema heiß ist
    den sich darauf beziehenden Artikel nicht vor dem Mittag veröffentlichen (gilt nur, wenn man nicht die Primärquelle ist).
  4. Mehr ist mehr
    Statt zu einem laufenden Vorgang einen Artikel ständig zu erweitern, scheint es suchmaschinentechnisch schlauer, mehrere Artikel zu dem Thema am selben Tag zu publizieren.

Was sich alle Beteiligten hinter die Ohren schreiben dürfen, wurde mal treffend von Tsunetomo Yamamoto formuliert:

»Halte Dich nicht für etabliert«

Oder so.

Links zum Thema

  1. [«] Süddeutsche Zeitung In der Mangel der Blogger
  2. [«] ÜBLE NACHREDE läßt sich Moni nicht gefallen
  3. [«] auf fruchtbaren Boden gefallen
  4. [«] hier Der vorher-nachher-Effekt bei der ARD
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