Film zum Buch: »Fleisch ist mein Gemüse«

08.02.2009

Mit dem Kinofilm »Fleisch ist mein Gemüse«, der hier als DVD vorliegt, basierend auf dem hervorragenden autobiografischen Roman von Heinz Strunk (bürgerlich Mathias Halfpape) beweist Drehbuchautor und Regisseur Christian Görlitz auf eindrucksvolle Weise eine neue Dimension von Talentfreiheit. Der Ausdruck »Potential verschenken« wurde hier auf ein ganz neues Niveau gehoben. Vollkommen egal ob man die Romanvorlage kennt oder nicht: Der Film macht keinen Sinn, weiss dafür aber auch nicht zu unterhalten.
»Tristesse« ist das einzige was hier transportiert wird. Angefangen beim unterirdischen Drehbuch, das den Fokus auf die tragischen Ereignisse lenkt, die in der Vorlage durch ihre wohldosierte Kürze zu überzeugen wissen und die sicheren humorige Steilvorlagen wie »Ei-Hunger« oder die »Nein!«-«Doch!«-Kaskaden zwischen Heinzer und seiner Mutter entweder gar nicht umsetzt oder gnadenlos versemmelt, über die schwache Besetzung bis hin zur abartig hölzernen Inszenierung. Erkennbar ist zumindest der Wille, aktuellen Sehgewohnheiten Tribut zu zollen – wie beispielsweise der Einsatz der Retrotapete die man in ähnlicher Form in »Garden State« oder »Lucky Number Slevin« sehen konnte. Allerdings hilft das nicht viel, wenn das Primärziel zu sein scheint – und dieser Eindruck entsteht leider schon nach 30 Minuten – den Zuschauer zu narkotisieren.
Auch die hinzugeschriebenen Passagen und insbesondere das Ende des Films wirken hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen.
Undundundoderoderoder.
Kino ist eben nicht Fernsehen, wo sich Christian Görlitz vor »Fleisch ist mein Gemüse« verdingt (oder heißt es »verdungen«?) hat. Und dies, bitte bitte, auch in Zukunft wieder tun wird, so dass man seinem Schaffen einfacher entkommen kann.

Die Extras auf der DVD sind übrigens nicht der Rede wert und wenig interessant.

Armer Heinzer, hammse doch das schöne Buch so in den Sand gesetzt.
Vielleicht gibt’s ja noch einmal einen neuen Versuch von jemanden, der sich mit sowas auskennt. Das wär ja mal was.

Generation »1, 2, 3 – Test« Protest

25.01.2009

Der an dieser Stelle schon mal hier und da erwähnte Markus Henrik kommentiert nun auf dem Radiosender 1live das aktuelle Weltgeschehen. Zum Einstand ist Obama dran.
Die Jüngeren werden sich erinnern, das ist dieser hier.

Obama Commerce: Wo der Präsident noch selber einkauft

23.01.2009

Gerade per Newsletter reingerauscht: Ein im Ausland ansässiger Medienversender wirbt mit dem brandneuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama.
Das ihm in den Munde gelegte Zitat lautet:

In der momentanen Finanzkrise helfe ich der Verwaltung Geld zu sparen, in dem ich bei [Name des Medienversenders] einkaufe mit meinem €2 Gutschein.

Commerce has come to the White House
Ob er wohl sein Konterfei für so lustigen Sachen freigegeben hat? Hmm, mal überlegen …

Jon Lajoie – the same motherfucker that he ever was

18.01.2009

Auf SpOn gelesen, lustiger Typ, gute Videos. Jon Lajoie.

Erinnert ein bisschen an »Lazy Sunday«, aber da schließt sich ja der Kreis zu »Saturday Night Live«.
Und als Bonus der großartige Werbespot zur »Vergewaltigerbrille«:

Farid – Hip Hop Magier

18.01.2009

Wer sich nicht regelmäßig durch die Klingeltonwerbung des Musikfernsehns quält und auch Unterschichten TV mit Sendungen wie »Der nächste Urin Kellner« eher ignoriert, der wird vielleicht auch Farid nicht kennen (der nun von Pro7 unterstützt wird).
Der »hippe Mentalist der nächsten Generation« macht eigentlich auch nur das, was Zauberkünstler schon immer gemachen haben: unterhalten. Und das macht er ganz gut, wie man in diesem schon etwas älteren Video sehen kann: